Ein Jahr mit Höhen und Tiefen geht zu Ende

Die sportliche Bilanz der flippo Baskets für das zu Ende gehende Jahr fällt durchwachsen aus. Nach großen Sorgen um den Klassenerhalt zu Jahresbeginn gab es im Sommer bei Coach und Spielerinnen einen nahezu kompletten Neuanfang. Der Start in die neue Saison gelang, dann aber folgte eine Schwächeperiode. Aktuell belegt das Team des neuen Trainers Goran Lojo Rang 8 der Tabelle – allerdings sind die Abstände nach oben wie unten gering.

Nach zwei schwachen Leistungen und Niederlagen (daheim gegen Saarlouis und auswärts bei Aufsteiger Freiburg) entschieden die Verantwortlichen der flippo Baskets im Februar 2019 schweren Herzens, sich von Aufstiegstrainer Giannis Koukos zu trennen. Klaudia Grudzien übernahm als Spielertrainerin. Ihr zur Seite stand für die noch ausstehenden drei Partien der Hauptrunde der heutige Headcoach Lojo als Co-Trainer, der auch das Coaching übernahm. Dieser Wechsel zahlte sich aus. Das Team erreichte auf Rang 7 sogar die Playoffs, schied dort aber nach zwei klaren Niederlagen gegen Top-Favorit Keltern aus.

Im Sommer folgte ein Personalwechsel, wie ihn die BG selten zuvor gesehen hatte. Mit Verdine Warner, Cori Coleman, Theresa Simon, Klaudia Grudzien, Jana Lücken, Corinna Dobroniak, Lea Nguyen und Eleni Kyratzi verließen gleich acht Spielerinnen das Team. Das Management musste gemeinsam mit dem neuen Headcoach Goran Lojo eine komplett neue Mannschaft aufbauen. Der erste Blick ging auf den Nachwuchs, aus dem mit Meike und Annika Oevermann, Marika Fengkohl (ASC 46), Hiske Göttling, Lara Lieckfeld und Anna Weski gleich sechs Akteurinnen ins Team rutschten. Auch bei den Profis wurde neu verpflichtet: Aus den USA kamen Cayla McMorris, Jill Morton und Megan Mullings. Die Bosnierin Sandra Azinovic und die Kroatin Ivana Blazevic komplettierten den Kader.

Der Start in die neue Saison gelang. Siege gegen Aufsteiger Heidelberg und den amtierenden Meister Herner TC ließen Hoffnungen auf eine führende Rolle in der Liga aufkommen. Doch es folgten zum Teil äußerst unglückliche Niederlagen wie gegen Hannover, Nördlingen oder Osnabrück. Erschwerend hinzu kam, dass Alissa Pierce das Team aus beruflichen Gründen verließ und sich Centerin Megan Mullings Anfang Dezember schwer verletzte. Und doch gelangen noch drei Erfolge. Den nötigen Siegen gegen Saarlouis und Halle folgte der völlig überraschende Triumph gegen den zuvor ungeschlagenen Tabellenführer Rutronik Stars Keltern, mit dem Rang 8 gefestigt wurde. Doch die Liga ist ab Rang 3 abwärts äußerst eng. Denn die flippo Baskets haben nur vier Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Auf Platz 3 sind es nur sechs Zähler Rückstand.

Für Goran Lojo fällt das Fazit bis Weihnachten sehr positiv aus: „Ich bin zufrieden mit dem ersten Teil der Saison, insbesondere natürlich mit dem sensationellen Triumph über Keltern zuletzt.“ Lojo ist beruhigt über den Abstand zu den Abstiegsplätzen, zumal einige Partien äußerst unglücklich verloren gegangen seien. Für die noch anstehenden zehn Spiele im kommenden Jahr ist sich der Headcoach sicher: „Wir werden unsere gute Form konservieren und dafür sorgen, dass die treuen Fans noch einige Male glücklich sein werden.“ Außerdem hofft Lojo auf mehr Zuschauer: „Dieses Team hat es absolut verdient.“