Drei Viertel auf Augenhöhe reichen nicht

Der erhoffte Auswärtssieg in Chemnitz ist ausgeblieben. Die flippo Baskets BG 74 unterlagen bei den Chemcats Chemnitz am Ende relativ deutlich mit 61:72 (36:38). Bis zum Ende des dritten Viertels hatte das Team von Headcoach Giannis Koukos die Partie absolut ausgeglichen gestaltet (48:48) – im letzten Abschnitt allerdings setzten sich die Gastgeberinnen deutlich mit 24:13 ab.

Die Göttingerinnen mussten studienbedingt auf Kapitänin Jana Lücken und die langzeitverletzte Aufbauspielerin Eleni Kyratzi verzichten. Nicht zuletzt deshalb kam Jennifer Crowder und Cori Coleman auf den Guard-Positionen eine besondere Aufgabe zu. Beide mussten sich deshalb mehr als 35 (Crowder) und 34 Minuten (Coleman) mit ihren Kontrahentinnen auseinander setzen. Ähnlich lange stand bei den Veilchen nur Centerin Verdine Warner (mehr als 33 Minuten) auf dem Feld. Die erledigte ihre Aufgabe mit 19 Punkten und zehn Rebounds sowie drei Blocks so gut, dass sie die effektivste Akteurin ihres Teams war. Bei Chemnitz allerdings hatte US-Neuzugang Maya Wood einen noch besseren Tag erwischt. Sie legte 18 Punkte, ebenfalls zehn Rebounds und fünf Steals auf. Auch Landsfrau Anstacia Owens war mit 16 Zählern kaum zu stoppen.

Dennoch starteten die Gäste aus Göttingen gut in die Partie, konnten oftmals nur durch Fouls am Korberfolg gehindert werden. Hier lag allerdings eine Schwäche, die letztlich den Sieg kostete. Denn nur 16 von 27 Freiwürfen der flippo Baskets fanden den Weg durch den Ring. Mit einer Quote von lediglich 59 Prozent von der Linie war das Match nicht zu gewinnen, wie auch Co-Trainer Matthias Haller eingestehen musste. Auch aus der Distanz schwächelten die Veilchen. Lediglich drei von 14 Versuchen trafen.

Die Chemcats stellten nach dem Seitenwechsel auf eine Zonenverteidigung um. Und doch blieb es bis zum Ende des dritten Viertels eine Partie auf Augenhöhe. Erst im Schlussabschnitt zogen die Gastgeberinnen dann langsam davon. Göttingen stellte zwar noch auf eine Pressverteidigung um. Aber das Match war entschieden, wie auch Haller eingestehen musste: „Chemnitz hat im letzten Viertel viele gute Entscheidungen getroffen.“

Bereits am Mittwoch geht es für die flippo Baskets weiter. Dann gastiert um 18 Uhr in einem Nachholspiel des 3. Spieltages der deutsche Meister Rutronik Stars Keltern im FKG.

Flippo Baskets BG 74: Alissa Pierce (9 Punkte, 3 Rebounds, 2 Assists, 1 Steal), Theresa Simon (1, 2, -, -), Jennifer Crowder (9, 5, 3, -), Vasiliki Karambatsa (6, 4, 1, 2), Corinna Dobroniak (3, 1, -, -), Lea Nguyen (dnp), Cori Coleman (6, 2, -, 2), Klaudia Grudzien (8, 2, 1, -), Fenja Keune (dnp), Verdine Warner (19, 10, -, -).