Derby im FKG: Eintracht Braunschweig zu Gast bei den Ladies

Es ist der Monat der Entscheidungen für die BG 74 Veilchen Ladies. Nach dem Sieg in Opladen wartet das nächste Top-Spiel im Kampf um die Playoffs auf die Mannschaft von Trainer Hermann Paar. Am Sonntag um 16 Uhr gastiert Rivale Eintracht Braunschweig zum Niedersachsen-Derby im FKG. Das Team von Ex-BG-Trainer Pierre Hohn belegt punktgleich mit den Veilchen den fünften Rang.
„Wir müssen weiter an unserem Rhythmus arbeiten“, erklärte Headcoach Paar nach dem Erfolg in Opladen: „Vor allem im Angriff müssen wir bessere Entscheidungen treffen.“ Doch der Trainer gibt sich insgesamt gelassen: „Wir haben eine relativ lange Pause hinter uns. Wir wissen um unsere Defizite und werden vor dem Derby gegen Braunschweig hart daran arbeiten.“ Verlassen kann sich der Übungsleiter jedoch auf die mannschaftliche Geschlossenheit. Alle elf eingesetzten Spielerinnen punkteten am vergangenen Sonntag gegen Opladen. Da fiel es auch kaum ins Gewicht, dass Neuzugang Katharina Müller aufgrund studienbedingter Verpflichtungen im Monat Januar nicht zur Verfügung stehen wird. Zumal Birte Bencker nach überstandener Verletzung so langsam zu voller Leistungsstärke zurück findet.
Mit Braunschweig treffen die Veilchen Ladies auf einen Gegner, dessen Gesicht sich gegenüber dem Hinspiel (75:71 nach Verlängerung für die Veilchen) deutlich verändert hat. So wird Trainer Pierre Hohn für den Rest der Saison auf Power-Forward Jessica Weber (familiäre Verpflichtungen) und Veronika Slazyk (Referendariat) verzichten müssen. Außerdem steht Centerin Suska Berger, die zu Erstliga-Zeiten zwei Jahre lang für die BG aktiv war, nur noch sporadisch zur Verfügung, da sie beruflich häufig in Mexiko zu tun hat. Zudem bat US-Centerin Zakliyah Shahid-Martin vor der Weihnachtspause aus privaten Gründen um ihre Vertragsauflösung. Auf der Suche nach Ersatz wurden die Verantwortlichen der Eintracht aber schnell und erfolgreich fündig: Die Russin Viktoria Sholokhova markierte beim 62:55-Sieg Braunschweigs über Grünberg sogleich 15 Punkte und holte sich acht Rebounds.
Auch darüber hinaus steht dem Ex-Göttinger Hohn nicht zuletzt durch die Kooperation mit dem Wolfpack Wolfenbüttel ein Kader zur Verfügung, der sich durchaus sehen lassen kann. Allen voran zu nennen ist die Amerikanerin Dayeesha Hollins, die mit 24,4 Punkten, 6,3 Rebounds und 3,8 Steals pro Spiel die zweitbeste Scorerin der gesamten Liga ist. Zu beachten sind zudem Corinna Pöschel mit 6,4 Zählern pro Partie sowie die gegen Grünberg überzeugende Lara Müller, die acht Punkte und acht Rebounds erzielte. Über Zweitliga-Erfahrung verfügen zudem Anna-Lena Sprenger, Lena Hoffath und Melody Härtle.
Nicht zuletzt dank des äußerst knappen Erfolges nach Verlängerung in Braunschweig wissen Hermann Paar und seine Schützlinge um die Gefährlichkeit des kommenden Gegners. Der Headcoach: „Aber wir spielen dieses Mal in eigener Halle vor unserem phantastischen Publikum. Und da wünsche ich mir natürlich, dass unsere tollen Fans uns den nötigen Rückhalt vom Spielfeldrand geben werden. Dann sollte ein Sieg möglich sein.“

Das Foto von Christian Reinhard zeigt Monique Smalls, umringt von Braunschweiger Spielerinnen im Januar 2015.