Der Derby-Klassiker gegen Braunschweig steht an

Jetzt nachlegen! Das ist die Devise vor Teil 3 der englischen Woche. Am Sonntag um 16 Uhr empfangen die flippo Baskets BG 74 die Eintracht aus Braunschweig zum traditionsreichen Niedersachsen-Derby. Headcoach Giannis Koukos und sein Team wissen, dass der sensationelle 69:57-Triumph gegen den deutschen Meister Rutronik Stars Keltern nur dann Gewicht hat, wenn auch gegen die Löwinnen ein Sieg gelingt.

Als Wolfpack Wolfenbüttel sind sie aufgestiegen, als Eintracht Braunschweig treten sie im FKG an. Die Zweitligisten aus Wolfenbüttel und Braunschweig sind während der Sommerpause fusioniert und wollen nun in der 1. Liga mit vereinten Kräften den Klassenerhalt schaffen. Aber der Saisonstart misslang. Alle vier Partien gingen verloren und die Eintracht bekleidet mit einer Korbdifferenz von 254:316 den letzten Tabellenrang.

Die Tabellensituation sollte Headcoach Giannis Koukos und sein Team jedoch nicht täuschen. Denn gegen das Spitzenteam des Herner TC (61:68 in eigener Halle) sowie bei den Fireballs Bad Aibling (80:88) lieferte der Aufsteiger ordentliche Leistungen ab und verlor letzlich nur knapp. Die flippo Baskets sind also gewarnt und werden die Partie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Zumal der Sensations-Sieg gegen Keltern nur dann Gewicht hat, wenn auch gegen den Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg gewonnen wird.

Wie bislang schon üblich, setzt auch die neue Eintracht auf zahlreiche Nachwuchskräfte im insgesamt 16 Akteurinnen umfassenden Kader. Allein acht Spielerinnen sind 18 Jahre und jünger. Die meisten von ihnen haben in der Nachwuchs-Bundesliga mit der Spielgemeinschaft aus Braunschweig und Wolfenbüttel schon deutsche Meistertitel gefeiert. Der neue Coach Peter Kortmann konnte zudem einige hochkarätige und erfahrene Ausländerinnen verpflichten. Aus den USA kamen Margret Mulligan und Taylor Gleason. Die beiden zeigten sich bislang mit 11,3 bzw. 10,3 Punkten pro Partie äußerst korbgefährlich. Noch erfolgreicher ist Schweden-Neuzugang Matilda Glaesson mit 11,5 Zählern im Schnitt. Auf dem Zettel haben sollten Giannis Koukos und Co-Trainer Matthias Haller auch die amerikanische Centerin Lyndi Laborn, die mit neun Punkten und 5,8 Rebounds ein tolles Comeback feierte. Ebenfalls stark: die slowenische Nationalspielerin Eva Rupnik, die als Aufbauspielerin 8,8 Punkte und 3,3 Assists pro Spiel lieferte. Mehr als 20 Minuten auf dem Court steht auch die Schweizerin Shannon Hatch (typisch schweizerisch!), die mit 2,5 Zählern allerdings nicht ganz so erfolgreich war. Von den Nachwuchskräften aus der eigenen Jugend erhalten Nina Rosemeyer sowie Veronika Slazyk die meiste Spielzeit.

Für die flippo Baskets BG 74 geht es um einiges. Nach den beiden Auftaktniederlagen, von denen insbesondere das 61:72 in Chemnitz schmerzlich war, soll am Sonntag der zweite Sieg eingefahren werden. Das Trainergespann kann dabei auch auf die zuletzt berufsbedingt abwesende Kapitänin Jana Lücken zurück greifen. Selbstbewusstsein sollte nach dem Sensations-Erfolg gegen Keltern jedenfalls ausreichend vorhanden sein.